Unser Anliegen

Durch den Beschluss der Vorranggebiete für Windenergie des Regionalverbands Ostwürttemberg vom 16.10.2013 und die anschließende Berichterstattung in der Presse, ist bei den Nattheimer Bürgern in Sachen Windenergie eine lebhafte Diskussion in Gang gesetzt worden.

„Rund 20 Anlagen mit einer Nabenhöhe von 160 Metern könnten rund um Nattheim aufgestellt werden, davon sechs zwischen Nattheim und Steinweiler (Zitter- und Schnepfenberg)“, war in der Bürgerversammlung am 13.05.2013 in der Gemeindehalle zu hören.

In den beiden Vorrangflächen an der A 7 (Vorranggebiet Heidenheim/Nattheim, Nr. 25 ) und der weiterführenden Konzentrationszone "Kohleichert", die im Teilflächennutzungsplan der Verwaltungsgemeinschaft Heidenheim-Nattheim mit aufgenommen ist, sind laut Gemeindeverwaltung Nattheim 16 Windkraftanlagen geplant. Zusätzlich sind 6 Anlagen in der weiter anschließenden Konzentrationszone "Zitterberg/Schnepfenberg" des Teilflächennutzungsplans angedacht. Nordöstlich von Fleinheim kommen dann noch weitere 5 Anlagen im Vorranggebiet Dischingen (Nr. 23) hinzu.

Mit den bereits bestehenden 8 Anlagen des größten Windparks in Bayern bei Zöschingen, südöstlich von Nattheim gelegen, sprechen wir in Summe von ca. 35 Windrädern von min. 141m Nabenhöhe rund um Nattheim. 

Dadurch wäre dann vom Ramenstein im Westen bis zum Wahlberg im Südosten das komplette Blickfeld (nahezu 270° um Nattheim) mit Windrädern verbaut, und somit bliebe fast keine unbelastete Blickrichtung erhalten.

Der Regionalverband Ostwürttemberg hat sich in seiner zusammenfassenden Erklärung zur Verantwortung gemacht, den Ausbau der Windenergie raumverträglich zu gestalten. In den verschiedenen Räumen soll eine Überlastung der Landschaft und übermäßige Beeinträchtigung von Mensch und Fauna vermieden werden.

Es muss gewährleistet sein, dass insbesondere auch die Beeinträchtigung von Ortschaften auf ein akzeptables Maß eingeschränkt wird und von jedem Ort in der Region noch unbelastete Blickrichtungen freigehalten werden (DS 34 VV/2013 – 1. Ergänzung, Absatz 1.6 Überlastung).

Ziel der Interessengemeinschaft ist es, noch vor der Offenlage des Teilflächennutzungsplanes über die durch die Verwaltungsgemeinschaft Heidenheim/Nattheim eingebrachten Flächen der Konzentrationszonen „Zitterberg/Schnepfenberg“ und „Kohleichert“ zu sprechen, um einer nachhaltig negativen Beeinträchtigung unseres Ortes und unserer Lebensqualität zu begegnen. Wir sind daran interessiert, in einer offen sachlichen Zusammenarbeit, ein für Nattheim optimales Gesamtkonzept zu erarbeiten, das von allen Bürgern, der Verwaltung und dem Gemeinderat langfristig getragen wird. 

Nachfolgend das Originaldokument aus dem Umweltbericht mit den ausgewiesenen Vorranggebieten des Regionalverbandes Ostwürttemberg und der benachbarten Region Schwaben: